Marktstand auf dem Basar der  Berufsschule in Radolfzell

Der Autor dieser Homepage arbeitete drei Jahre lang als Entwicklungshelfer in Obervolta, das sich heute Burkina Faso nennt. Bei den Reisen in die Hauptstadt Ouagadougou und durch ländliche Gebiete, lernte er die dort lebenden Menschen und ihren harten Alltag  kennen.     

Taschen

Diese Einkaufstaschen wurden von Hand gefertigt, sie sind aus Baumwolle mit Batikmustern. Preis: 5,60 €

Unsere Geschichte

Es ist uns nicht leichtgefallen, den Afrikaverein „Pont-Ouagazell“ aufzugeben, doch dafür gibt es mehrere Gründe. Für uns ältere, zumeist gesundheitlich angeschlagene Lehrer wurde der Verein zur Last und Ouagadougou, wegen der Terrorgefahr No-go-Area.                                                Über 18 Jahre lang haben wir die Textilschule für Behinderte das „Centre des Handicapés“ und Waisenhaus „Carmen Kisito“ in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso unterstützt. Auf dem Schulbasar haben wir die Produkte aus Afrika verkauft. Aber wegen dem islamistischen Terror kann die Textilschule ihre Produkte dort auch nicht mehr verkaufen. Doch womit soll die Schulleiterin Madame Agnès, für ihre Schulküche Lebensmittel einkaufen?                        Wir wollten sie aber nicht allein lassen und auch nicht das Waisenhaus „Carmen Kisito“, deshalb gründeten wir die Stiftung „OuagaZell“. 

Die Einkünfte vom Verkauf der Taschen und Bücher, die wir auf der Homepage anbieten, gehen auf das Konto der Stiftung.    

 

Die Waisenkinder von "Carmen Kisito" werden von unserer Stiftung "OuagaZell" unterstützt. 

Kathedrale von Ouagadougou

Diese Kathedrale  wurde von einem Missionar- Architekt aus Holland gebaut. Die Türme konnte er wegen des Krieges und dem Mangel an Geld, nicht mehr beenden. 

Burkina Faso im Schatten des Terrors

Beim Volksaufstand 2014 kämpften die Leute in Burkina Faso für die Demokratie, inzwischen ist das Land zur Zielscheibe der Dschihadisten und des IS geworden. Sie profitierten von der Anarchie und Gesetzlosigkeit, um ihren Terror auszuführen. Allein im Jahr 2019 ermodeten die Terroristen über 900 Menschen, und vertrieben Tausende aus dem Norden des Landes, inzwischen gibt es eine halbe Million Binnenflüchtlinge. 
Die Hauptstadt Ouagadougou ist noch verhältnismäßig sicher, die inzwischen aber von Flüchtlingen überflutet ist, und aus allen Fugen platzt. Die Hauptstadt hat sich mit hohen Mauern zu einer Festung ausgebaut, unter dem Schutz der Regierungsarmee. 
In den meisten Landesteilen, besonders aber im Norden, kann sich die Armee nicht mehr vor den Terroristen erwehren. Die Dschihadisten haben eine flexiblere Angriffstaktik, sie sind besser ausgerüstet, und werden gut bezahlt. Am 6. November 2019 wurden 37 Minenarbeiter umgebracht und am 1. Dezember töteten sie 14 Christen beim Gottesdienst. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann auch Ouagadougou den Terrorangriffen nicht mehr standhalten kann. Was es bedeutet unter einer IS-Regierung leben zu müssen, kennen wir von Berichten aus dem Irak und Syrien. 
Wir bangen um unsere einstigen Projektpartner/innen, die in dieser Stadt leben, aber leider können wir sie nicht mehr besuchen. Eine  westliche Geisel bringt den Dschihadisten bis zu 15 Millionen Euro, und sie kontrollieren auch illegale Goldminen. 
Von unserer Idee, in Afrika "Hilfe- zur Selbsthilfe" zu leisten, ist nicht viel übrig geblieben. Über 18 Jahre lang verkauften wir sehr erfolgreich, die Produkte der Textilschule auf dem Schulbasar. Wem soll die Textilschule heute ihre Produkte verkaufen können, wenn dort der heimische Marktplatz ausfällt. 
Deshalb bieten wir die handgefertigten Taschen aus Baumwolle mit Batik hier an. Die getrockneten Mangos werden erst nach der nächsten Ernte im April geliefert.   
Das "Centre des Handicapés" die Textilschule von Madame Agnès, und auch das Waisenhaus "Carmen Kisito" unterstützen wir finanziell mit der Stiftung "OuagaZell". 

Centre des Handicapés, Textilschule für Behinderte

Die Schulleiterin Madame Agnès Consaigniga 

Im "Centre des Handicapés" werden bis zu 40 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die alle am Mittag eine kostenlose Mahlzeit erhalten. 

Schulküche

  • Vor fünfzehn Jahren sah die Schulküche noch so aus, wie dieses Foto zeigt. Inzwischen gibt es einen Gas- und Solarkocher, um für die Schülerinnen und Schüler das Essen zubereiten zu können. Wir unterstützen die Schulküche, denn für viele Schüler ist es die einzige Mahlzeit am Tag. 

Weberei und Schneiderei

Mit einfachen Webstühlen lernen die Schüler-Innen, aus der Baumwolle des Landes, Stoffe und Tücher zu weben. Daraus fertigen sie Textilien, unter anderem auch Einkaufstaschen. 

Einkaufstaschen           

Die Einkaufstaschen wurden von den Schülerinnen aus Baumwollstoffen hergestellt. Auf einer Seite haben sie eine Batik und wir verkaufen diese hier zum Stückpreis von 5,60 € 

Carmen Kisito

Die Kinder werden hier von ihren Müttern und Ordensschwestern betreut.

Carmen Kisito

Das Frauen- und Waisenhaus "Carmen Kisito" wurde einst von dem deutschen
Afrikamissionar, Anton Weidelener gegründet. Es ist ein Zufluchtsort für junge Frauen, die durch eine Schwangerschaft in Not geraten sind. Afrikanische Ordensschwestern betreuen die Frauen mit ihren Kindern. Den jungen Frauen, die zumeist noch Mädchen mit abgebrochener Schulbildung sind, geben die Schwestern eine Ausbildung. Und die Kinde werden in einer Kita betreut oder in der Grundschule unterrichtet.  

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